öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger

PV-Anlagen - erhöhtes Risiko

 

Auf immer mehr Hausdächern werden Solaranlagen installiert. Die Kosten-Nutzungsrechnung basiert auf einer langfristigen Berechnung der Einnahmen durch die Einspeisung der Energie ins öffentliche Stromnetz und der Ausgaben für die Anlage selbst.

Leider werden viele Anlagen so aufgebaut, dass ein stark erhöhtes Risiko für die Elektronik (u.a. Wechselrichter) besteht, bei einem Gewitter Schaden zu nehmen. Durch den Aufbau auf dem Dach entsteht auch die Gefahr von neuen Näherungen, die zu einer Einkopplung von Blitzströmen in die Elektronik-Infrastruktur des Hauses führen kann.

Zu diesem Thema sind schon viele Fachartikel veröffentlich, u.a. von meinem Kollegen Kopecky aus Aachen in der "de".

Wenn man dann als Sachverständiger zur Begutachtung von Schäden vor Ort erscheint, stellt man fast immer fest, dass die vielen Hinweise aus der Literatur und den Normen von den ausführenden Unternehmen ignoriert werden. Ich führe dies auf die Komplexität des Themas zurück, das von den Firmen, die die Arbeiten ausführen, nicht überblickt wird.

Die Versicherer lehnen die Regulierung entsprechender Schäden nach wiederholtem Auftreten ab, da es sich nicht mehr um unvorhergesehene Schäden handelt. Das Risiko bei einer fehlerhaften oder ungeeigneten Installation der Solaranlagen ist ja erkennbar.

Ich kann Ihnen nur anbieten, mir das Objekt anzusehen und eine entsprechende Bewertung vorzunehmen. Optimal ist die Einbeziehung eines Sachverständigen, der sich mit diesem Themengebiet intensiv beschäftigt, in der Planungsphase einer entsprechenden Infrastruktur. Wenn nach Fertigstellung (oft) grobe Fehler erkannt werden, entstehen deutlich höhere Kosten für die Korrekturmaßnahmen als wenn die Problemstellungen in der Frühphase besprochen werden.

Durch eine gute Zusammenarbeit der erfahrenen Sachverständigen wird sicher ein jeweils "objektnaher" Kollege zu finden sein, um größere Aufwendungen für die Anreise zu vermeiden.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit entsprechenden Gesprächen mit den ausführenden Unternehmen gemacht, die danach wesentlich bewusster an die Problemstellung herangegangen sind. So sind bei vergleichsweise geringen Kosten auf beiden Seiten deutliche Optimierungen möglich.