öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger

Erdungsmaßnahmen

Der Standard bei Erdungseinrichtungen ist der genormte Fundamenterder. Zu dessen Problemen habe ich unter "Erdung - wichtige Aspekte" schon einiges geschrieben.

Man möge sich bitte immer verdeutlichen: Das Ziel einer Erdung ist das Ableiten z.B. von Blitzströmen oder auch (immer öfter) das "Loswerden" von HF-Strömen, die von Schaltnetzteilen stammen.

Gedanklich ist die beste Erdung - verbunden mit einem optimalen Potenzialausgleich - eine Metallplatte, auf der das Gebäude steht.

Dies lässt sich natürlich nicht direkt umsetzen, aber annähern erreichen.

Nutzen Sie daher nie einzelne punktuelle Erdungsstäbe. Diese sind nicht in der Lage, hohe Ströme auf das Erdreich zu übertragen. Wenn nur Tiefenerder möglich sind, so sollten diese mit einem Leiter ausreichenden Querschnitts im Ring verbunden werden. Nur so erreichen Sie eine Verteilung der abzuleitenden Ströme.

Realisieren Sie vermaschte Erdungssysteme, z.B. mit V4A oder Kupfer/Stahlseilen unter der Bodenplatte im Erdreich. Alles dann verbunden mit einem Ringerder um das Objekt. Diese Ausführungen ergeben dauerhaft niedrige Erdübergangswiderstände.>

Und denken Sie daran: eine gute Erdung ist nachträglich nur noch sehr schwer nachzurüsten, in der Bauphase aber fast zum Nulltarif erreichbar.